Projekt „Informations- und Erlebniskonzept Flusslandschaft Pader“ erhält EFRE-Fördermittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro

Jüngst übergab Anna Katharina Bölling, Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Detmold, an Bürgermeister Michael Dreier einen Bescheid über Fördermittel aus den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von 1,5 Millionen Euro für das Projekt „Informations- und Erlebniskonzept Flusslandschaft Pader“. Hintergrund des Projekts ist die Bewerbung um das Europäische Kulturerbe-Siegel (EKS) mit der Flusslandschaft Pader. Mit den bewilligten Fördermitteln können unter anderem das Pader-Informationszentrum im neuen Stadthaus, ein Beschilderungskonzept und viele Erlebnisorte der Wissensvermittlung rund um das Thema Wasser mitfinanziert werden.
„Dieser Bescheid stellt ein wichtiges Signal für die Innenstadt und die Flusslandschaft Pader dar“, betonte Bürgermeister Michael Dreier. „Die Pader ist ein einzigartiger Grüngürtel, der mitten durch die Stadt führt. Dieser Fluss hat eine ganz besondere Bedeutung für uns und eine große Anziehungskraft für Gäste unserer Stadt. Die Fördermittel werden uns darin unterstützen, die Pader noch erlebbarer und interessanter zu gestalten“, legte er dar. Das Projekt wurde in einem zweistufigen Bewerbungsverfahren ausgewählt, basierend auf dem EFRE-Förderaufruf „Erlebnis.NRW – Zukunft von Kultur, Natur und nachhaltigem Tourismus gestalten“. Es ist eins von 19 Projekten, die vom Land NRW und der EU mit dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung des Tourismus unterstützt werden.
Die Förderung für die 19 NRW Projekte umfasst insgesamt rund 29,4 Millionen Euro vom Land NRW und der EU. „Die Pader ist ein Aushängeschild für die Stadt Paderborn“, hob Anna Katharina Bölling hervor. „Sie erschafft Räume, in denen Jung und Alt zusammenkommen können und begründet eine gemeinsame Identität“, fuhr die Regierungspräsidentin fort.
Mit den Erlebnisorten entlang der Pader will die Stadt die 1200-jährige Geschichte des Stadtflusses und das dichte Nebeneinander und die Zusammenhänge von Kultur und Natur erzählen. Ebenfalls interessant ist der Bedeutungswandel von Wirtschaftsstandort hin zu einem wichtigen Naherholungsort. „Das Zusammenleben zwischen den Menschen und dem Fluss ist außergewöhnlich und bemerkenswert“, untermauerte die Technische Beigeordnete Claudia Warnecke. „Mit der Flusslandschaft sind auch europäische Werte verbunden und dieses Wissen möchten wir weitergeben.“
Das Informations- und Erlebniskonzept Flusslandschaft Pader soll die touristische Zugänglichkeit der einmaligen Pader Flusslandschaft nachhaltig verbessern und diese aus kulturhistorischer sowie ökologischer Perspektive im europäischen Kontext erfahrbarer machen. Konkret geschieht dies durch eine Kombination aus Erfahrungs- und Experimentierorten an circa 15 natur- und kulturhistorisch wichtigen Punkten vom Quellbereich bis zur Mündung. Bestandsteile sind ein neues, zweisprachiges Beschilderungssystem zur gezielten Lenkung der Besuchenden sowie ein zentrales Pader Informationszentrum in der Innenstadt. „Wir möchten mit unserem Projekt die verschiedenen Facetten vor Ort erlebbarer machen“, ergänzte Brigitte Zacharias, Programmleiterin der Bewerbung um das Europäische Kulturerbe-Siegel.
Bildinformation: Bei der Übergabe des Förderbescheids waren (v. l.) Stefan Buschmeier, Sachgebietsleiter im Amt für Umweltschutz und Grünflächen, EKS-Programmleiterin Brigitte Zacharias, Bürgermeister Michael Dreier, Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling, die Technische Beigeordnete Claudia Warnecke sowie der stellvertretende Bürgermeister Dieter Honervogt anwesend.